40 Millionen Euro Schäden nach Wirbelsturm

FC Augsburg plant Benefizspiel für Tornado-Opfer

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Am Ortsrand von Affing im Landkreis Aichach-Friedberg stehen mehrere Baukräne neben Wohnhäusern, die von einem Tornado Mitte Mai beschädigt wurden.

Affing - Nach dem Tornado in Schwaben haben Bauarbeiter weiter alle Hände voll zu tun, um Schäden zu beseitigen. Mehr als 300 Anträge auf Soforthilfe liegen inzwischen bei den Ämtern. Nun will auch der FC Augsburg den Menschen beim Wiederaufbau helfen.

Einen Monat nach dem Tornado in Schwaben sind längst noch nicht alle beschädigten Häuser repariert. In den beiden betroffenen Landkreisen wurden inzwischen mehr als 300 Anträge auf Soforthilfen des Freistaates gestellt, wie die Kreisbehörden mitteilten. Bayern zahlt im Einzelfall bis zu 5000 Euro an Sturmopfer aus, bei Härtefällen auch mehr. Für Unternehmen gibt es ein spezielles Programm, aus dem Betriebe und Freiberufler bis zu 200 000 Euro erhalten können.

Wie das Agrarministerium am Freitag in München berichtete, gibt es ein weiteres Hilfsprogramm für die rund 30 Bauern, die durch den Sturm Ernteausfälle oder Schäden an Geräten oder Vorräten erlitten haben. Hier werden bis zu 50 000 Euro gezahlt, bei einer Existenzgefährdung auch mehr.

Die ersten Schätzungen der Behörden, dass das Unwetter in den Landkreisen Aichach-Friedberg und Augsburg Schäden von mindestens 40 Millionen Euro angerichtet hat, haben sich erhärtet. In den vergangenen Wochen gab es auch Spekulationen darüber, dass die Kosten des Wirbelsturms sogar in den dreistelligen Millionenbereich steigen könnten. Dafür gibt es allerdings weder von Ämtern noch von Versicherungen eine Bestätigung.

Endgültige Zahlen gibt es aber noch nicht. „Die Schadensermittlung dürfte noch etwas Zeit in Anspruch nehmen“, sagte der Zweite Bürgermeister der besonders betroffenen Gemeinde Affing, Markus Winklhofer.

Der Ort Affing von oben. Die Reparaturarbeiten sind noch lange nicht abgeschlossen.

In der Nacht zum 14. Mai war der Tornado über mehrere Gemeinden im Großraum Augsburg hinweggefegt und hatte Hunderte Gebäude und Autos demoliert, teilweise waren die Häuser abbruchreif. Es wurden mehrere Menschen bei dem Sturm und den Aufräumarbeiten verletzt.

Die Reparaturarbeiten an den Gebäuden sind in vollem Gang, etliche Schäden auch bereits beseitigt. Im besonders betroffen Affing wurden nach dem Sturm zahlreiche Kräne und Baugerüste aufgestellt, um an den Gebäuden arbeiten zu können. Über eine Internetseite können Betroffene und freiwillige Helfer miteinander Kontakt aufnehmen. Für Sturmopfer gibt es auch spezielle psychosoziale Hilfsangebote.

Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist groß. Auch der FC Augsburg will helfen

Unterdessen ist die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung weiter groß. Es werden zahlreiche größere und kleinere Benefizaktionen für die Opfer des Sturms organisiert. Auch Fußball-Bundesligist FC Augsburg will helfen und plant ein Benefizspiel für die Tornado-Opfer.

Das Spiel werde bei der Vorbereitung für die kommende Saison stattfinden, kündigte der Europapokal-Teilnehmer an. Derzeit liefen Gespräche über den Termin, den Spielort und den Gegner. Details seien noch nicht geklärt, weswegen auch noch keine Angaben zu dem erwarteten Erlös des Spiels möglich seien, sagte ein Vereinssprecher.

Ende Mai hatte auch in der Oberpfalz ein Tornado etliche Häuser beschädigt, die Kosten liegen aber weit unter denen für den Sturm in Schwaben.

dpa

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