Nach Unfall-Serie: Am Montag schneit's wieder

München - Es sah nach einem heißen Wochenende auf Bayerns Straßen aus, nachdem Schnee und Eis am Freitagabend für Chaos in Südbayern gesorgt hatten. Im Laufe des Samstags entspannte sich die Lage jedoch. Doch schon für Montag wird die nächste Schneefront erwartet.

Nach einem “heißen Freitagabend“ mit Hunderten witterungsbedingten Unfälle hat die bayerische Polizei am Samstag und Sonntag erst einmal durchgeatmet. Trotz leichter Schneefälle im nördlichen Schwaben und Franken kam es nach Polizeiangaben am Sonntag zu keinen nennenswerten wetterabhängigen Unfällen mehr. “Es gab keine größeren Auffälligkeiten“, berichtete etwa die Einsatzzentrale der Polizei Niederbayern am Sonntag. Und auch das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim gab am Sonntag für den Alpenvorraum erst einmal Entwarnung.

Das könnte sich nach einer Prognose des Deutschen Wetterdienstes in den kommenden Tagen aber wieder ändern. Bereits für Montag rechnen die Münchner Wetterfachleute mit neuen, teils kräftigen Schneefällen. “Am Montagabend wird ganz Bayern weiß sein“, prognostizierte die Meteorologin vom Dienst beim Deutschen Wetterdienst (DWD), Maritta Marco, am Sonntag. Selbst im Flachland werde eine Schneefront für bis zu fünf Zentimeter Neuschnee sorgen. Im Mittelgebirge könnten es sogar zehn sein. Für Mittwoch schloss die Meteorologin auch Glatteis nicht aus.

Am Freitagabend war es auf schnee- und eisglatten Fahrbahnen vor allem in Oberbayern und Niederbayern zu einer Vielzahl von Unfällen, gekommen, wie die Polizeidienststellen mitteilten. Das Polizeipräsidium in Rosenheim registrierte am Samstag bis in die frühen Morgenstunden rund 160 Unfälle wegen Schnee- und Eisglätte. In Niederbayern kam man auf 27 Unfälle und einen Schaden von über 100 000 Euro. Auf der Autobahn 8 von München in Richtung Salzburg kam der Verkehr am Freitagabend fast zum Erliegen.

Eine Massenkarambolage mit drei Schwerverletzten gab es auf der Autobahn 94 bei Mühldorf a. Inn. Die Autobahn war in Richtung München für drei Stunden gesperrt. Im Landkreis Rottal-Inn wurden innerhalb einer Stunde acht Unfälle auf den Bundesstraßen 20 und 388 gezählt. Beide Straßen mussten gesperrt werden. Vielerorts wurden Menschen verletzt. Ein zweijähriges Mädchen starb bei einem Unfall auf schneebedeckter Fahrbahn im Landkreis Traunstein.

Zum Verhängnis wurde die Glätte am Samstagabend auch einem 48 Jahre alten Fußgänger in Schechen im Landkreis Rosenheim. Ein Autofahrer war auf schneebedeckter Fahrbahn ins Schleudern geraten und hatte den Fußgänger erfasst. Im Landkreis Schweinfurt kam am Samstag eine 23 Jahre alte Autofahrerin ums Leben, als sie mit einem auf die Gegenfahrbahn geratenen Kleinlaster frontal zusammenstieß. Der TV-Moderator Gerd Rubenbauer wurde am Samstag bei einem Autounfall auf der Garmischer Autobahn leicht verletzt.

dpa

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