Mehr fröhliche Kinder

"Optimisten" fordern "Glück" als Schulfach 

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Der Verein „Optimisten für Deutschland“ will die Deutschen optimistischer und fröhlicher machen.

Fürth - Ein neuer Verein will die Deutschen optimistischer und fröhlicher machen. Die im mittelfränkischen Fürth gegründeten „Optimisten für Deutschland“ fordern unter anderem ein Schulfach „Optimismus“.

Ein neuer Verein will die Deutschen optimistischer und fröhlicher machen. Die im mittelfränkischen Fürth gegründeten „Optimisten für Deutschland“ sprechen sich unter anderem für ein Schulfach „Optimismus“ aus. Noch handle es sich um eine Vision, sagte Vereinsgründer Peter Breidenbach.

„Als Real-Optimisten wollen wir aber dazu beitragen, dass in Europa wieder positive Werte und Tugenden wie Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe eine Chance haben.“ Vorbildfunktion habe eine Heidelberger Schule, an der das Fach „Glück“ bereits unterrichtet werde.

Optimismus im Abstiegskampf

Der gemeinnützige Verein hat auf Facebook innerhalb kurzer Zeit knapp 4000 Fans gewonnen. Breidenbach zufolge zählen zu den Unterstützern der Fußballfunktionär und Fernsehmoderator Reiner Calmund, der Sänger Joey Kelly sowie Leverkusens Stürmer Stefan Kießling. Breidenbach arbeitet als Mental-Trainer. In dieser Funktion hat er vor etlichen Jahren Spieler des 1. FC Nürnberg im damaligen Abstiegskampf zu neuem Optimismus verholfen.

Den braucht Breidenbach aber wohl auch selbst: Denn das Bayerische Kultusministerium hält wenig von seinem Vorschlag. Es könne nicht darum gehen, eine neue Schublade im Schrank der Schulfächer aufzumachen, teilte es mit. Das Themenfeld Glück und die Beziehung Mensch/Welt werde in Fächern wie Religion, Ethik, Deutsch oder Philosophie bereits an bayerischen Schulen behandelt.

Zuversichtlicher Blick in die Zukunft

Breidenbach und seinen Mitstreitern geht es aber sowieso um mehr: Die „Optimisten“ wollen Kindern zu einem „zuversichtlichen Blick in die Zukunft verhelfen.“ Die erste Kampagne startete am Freitag mit einem „Gute Laune-Musikvideo“. Der Verein hatte Besucher seiner Webseite dazu aufgerufen, sich beim Singen eines Lieds der bayerischen Kinderband „Donikkl“ zu filmen.

Die Einsendungen aus ganz Europa wurden zu einem Clip zusammengeschnitten, der Kummer vertreiben soll. In dem drei Minuten langen fröhlichen Video schmettern vom Kleinkind bis zur 85 Jahren alten Oma insgesamt 88 Hobbysänger gemeinsam mit Donikkl-Sänger Andreas Donauer „I feel love that is shining over my shoulder“ (Ich fühle die Liebe, die wie die Sonne über meine Schulter scheint).

Es sei ein ehrenamtliches Gemeinschaftsprojekt entstanden, das zeige, wie viel Optimismus in den Menschen stecke, meinte Breidenbach. „Denn es hat sicherlich Überwindung gekostet, sich beim Singen zu filmen und das Ganze dann auch noch für eine Veröffentlichung im Internet zur Verfügung zu stellen.“ Der Clip sollte am Freitag bei der Videoplattform Youtube auf dem Kanal „Doinikkltv“ kostenlos veröffentlicht werden.

dpa

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