Nach Organspende-Skandal

Nach Skandal wird schärfer überprüft

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Der im Göttinger Organspende-Skandal unter Verdacht stehende Oberarzt soll schon in Regensburg für Missstände bei Transplantationen gesorgt haben. Der 45-Jährige hatte vor seiner Zeit an der Göttinger Uniklinik am Regensburger Klinikum gearbeitet. Nun will Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch bayerische Transplantationszentren überprüfen lassen.

München - Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) lässt der Göttinger Organspende-Skandal nicht unberührt. Er will nun die internen Regularien an den bayerischen Transplantationszentren prüfen lassen.

Nach dem Bekanntwerden eines möglichen Organhandels lässt Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) die internen Regularien an den bayerischen Transplantationszentren prüfen. „Ich bin für absolute Transparenz in diesem sensiblen Bereich. Spender und Patienten müssen sich hier bedingungslos auf unsere Ärzte und Einrichtungen verlassen können“, sagte Heubisch nach Ministeriumsangaben am Freitag in München.

Ein im Göttinger Organspende-Skandal unter Verdacht stehender Arzt hatte 2005 in Regensburg gearbeitet. Jordanische Patienten sollen dort verbotenerweise auf eine Warteliste für Transplantationen gesetzt worden sein. Heubisch sagte: „Alle fünf bayerischen Universitätsklinika sind hoch renommierte Transplantationszentren, die mein volles Vertrauen genießen. Wir sollten aber noch einmal überprüfen, ob und wo wir einzelne Strukturen optimieren können, um eventuellem Fehlverhalten einzelner vorzubeugen.“

Gegen zwei Ärzte der Göttinger Uniklinik wird nun auch wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Wenn die Mediziner ihre Patienten mit manipulierten Daten auf der Warteliste für Spenderlebern nach oben gemogelt hätten, seien dadurch möglicherweise andere Kranke gestorben, sagte der Göttinger Staatsanwalt Andreas Buick. Die für Korruption zuständige Braunschweiger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Ärzte bereits wegen möglicher Bestechung. Ob tatsächlich Geld von Patienten an die Ärzte floss, steht aber noch nicht fest. Insgesamt werden 23 Fälle aus den Jahren 2010 und 2011 untersucht.

dpa

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