Der Papst in Bayern

Was geschieht mit bayerischen Papststätten?

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Das Geburtshaus des Papstes und die Benediktsäule in Marktl am Inn.

München - Denkmäler, Plätze und mehr: Was geschieht nach dem Rücktritt mit den Spuren des Papstes, die er in Bayern hinterlassen hat? Und wo sind sie überall zu finden?

In seiner bayerischen Heimat ist Papst Benedikt XVI. sehr präsent. Die Verantwortlichen versichern: Das werde auch nach dem Rücktritt so bleiben. Joseph Ratzinger bleibe eine herausragende Persönlichkeit.

Plätze sind nach ihm benannt, es gibt Ausstellungen, Begegnungsstätten und Denkmäler: Papst Benedikt XVI. ist in seiner bayerischen Heimat sehr präsent. Das wird sich auch nach seinem Abschied vom Stuhl Petri nicht ändern. „Selbstverständlich bleibt alles erhalten“, sagte der Traunsteiner Oberbürgermeister Manfred Kösterke am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Joseph Ratzinger sei weiterhin eine herausragende Persönlichkeit.

Der Papst ist mit der oberbayerischen Stadt eng verbunden. Im Studienseminar St. Michael legte er sein Abitur ab. Mit seinem Bruder Georg verbrachte er später regelmäßig seinen Weihnachtsurlaub hier - zuletzt von Silvester bis zum Dreikönigstag 2005. Ein paar Monate später wurde er zum Kirchenoberhaupt gewählt.

Traunstein habe Benedikt immer als seine „Vaterstadt“ bezeichnet, betonte Kösterke nicht ohne stolz. Natürlich ist der Papst auch Ehrenbürger - wie übrigens in vielen anderen Kommunen, mit denen sein Lebensweg verbunden ist. Eine Papst-Büste vor seiner Primizkirche St. Oswald erinnert in Traunstein an Joseph Ratzinger, auch ist ein Platz nach Benedikt benannt - und zwar vor dem heutigen Landratsamt, das früher das Gymnasium Ratzingers beherbergte. Auf einem eigens ausgeschilderten Papst-Benedikt-Weg kann man auch künftig auf den Spuren des berühmten Kirchenmannes in und um Traunstein wandern.

Der Oberbürgermeister versicherte: „Wir haben das nicht auf touristischer Ebene gemacht. Wir haben auf die Würde des Amtes Wert gelegt.“ Alle Vorhaben habe man eng mit dem Stadtpfarrer abgestimmt. Über Besucher freilich freue man sich schon. Schließlich habe man authentische Orte zu bieten wie das Studienseminar und die Kirche, in der Ratzinger seine erste Messe als Jungpriester gefeiert hatte.

Ähnlich wie sein Traunsteiner Kollege sieht das auch der Bürgermeister von Marktl: Der Ort bleibe immer Papstgeburtsort, betonte Hubert Gschwendtner. In Wadowice, dem Geburtsort von Johannes Paul II., sei nach dessen Tod auch kein Besucherrückgang zu verzeichnen gewesen. Im Gegenteil, die Zahlen seien enorm gestiegen.

Auch das „Haus Papst Benedikt XVI.“ im Wallfahrtsort Altötting dürfte sicherlich seinen Namen behalten. 2009 war es eröffnet worden, es beherbergt als Wallfahrtsmuseum wertvolle Schätze wie das „Goldene Rössl“, einen kleinen Altar, und den Brautkranz der österreichischen Kaiserin Elisabeth. Der Papst selbst habe damals erfreut zugestimmt, dass das Haus seinen Namen tragen sollte, teilte das Bistum Passau mit. Benedikt XVI. machte auf seiner Bayern-Reise 2006 auch in Altötting Station, um vor der dort verehrten Schwarzen Madonna zu beten.

Keinen Änderungsbedarf wird es auch in Pentling nahe Regensburg geben. Erst vor einigen Monaten wurde hier im ehemaligen Wohnhaus Joseph Ratzingers die Eröffnung einer Begegnungs- und Dokumentationsstätte gefeiert. Schwerpunkt hier ist nicht so sehr das Papstamt, sondern vielmehr der Theologe Joseph Ratzinger und sein Wirken.

dpa

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