Seinen Namen kennt die Polizei- doch er bleibt unauffindbar

Polizei jagt "Waldläufer" im Fichtelgebirge

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Auf der Suche nach Essbarem: Mit diesen Bildern einer Überwachungskamera sucht die Polizei nach dem Waldläufer.

Wunsiedel - Er lebt im Wald und bricht in Hütten ein, um sich mit Essen und Kleidung zu versorgen. Die Polizei in Wunsidel ist auf der schwierigen Suche nach einem "Waldläufer".

"Waldläufer", so nennen die Beamten den Mann mittlerweile, dem sie mehr 70 Einbrüche und Diebstähle zuschreiben. Die Polizei bestätigte jetzt entsprechende Medienberichte über den Mann, der offenbar in den Wäldern des Fichtelgebirges lebt und sich auf seinen Beutezügen meist für den täglichen Bedarf eindeckt: Essen, Bier oder neues Schuhwerk lässt er aus Jäger- und Fischerhütten mitgehen.

Über DNA-Spuren, die zu ähnlichen Fällen in Österreich führten, konnten Namen und Fotos des 61-Jährigen ermittelt werden. Ein Überwachungsvideo zeigt ihn mit langem offenen Haar, gekleidet in Tarnfarben. Die Suche in dem großen Waldgebiet um den oberfränkischen Kornberg gestaltet sich schwierig. „Er ist scheu und verhält sich fast wie ein Wild“, sagte Roth. Zwar versuche man immer wieder, mit Spürhunden oder auf Fahrradstreifzügen den Mann zu finden, bisher habe ihn jedoch niemand von Angesicht zu Angesicht zu sehen bekommen.

Einige Hüttenbesitzer stellen ihm mittlerweile Lebensmittel vor die Häuschen, um ihn davon abzuhalten, die Türen aufzubrechen. Die Polizei nimmt den Fall ernst. „Einbruch und Diebstahl sind Straftaten, auch wenn manche Verständnis haben oder sogar von dem Waldläufer fasziniert sind“, sagte Roth.

dpa

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