Datenschutzbeauftragte kritisieren Zuverlässigkeitsprüfungen

Polizei: Sicherheitsbedenken bei Wagner-Festspiele

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Das Bayreuther Festspielhaus: Einigen Mitarbeitern wurde die Akkreditierung entzogen. Sie haben nun keinen Zutritt mehr.

Bayreuth - Insgesamt 35 Mitarbeiter der Wagner-Festspiele haben die Aufmerksamkeit der Polizei erweckt. Einigen wurde nun die Akkreditierungen entzogen. Die Polizei hatte Sicherheitsbedenken.

Die Bayreuther Polizei hat bei 35 Mitarbeitern rund um die Bayreuther Festspiele Sicherheitsbedenken. „Wir haben die Personalien überprüft und haben dann die entsprechenden Empfehlungen ausgesprochen, diese Personen nicht im sicherheitsrelevanten Bereich einzusetzen“, sagte ein Sprecher der Polizei Oberfranken am Donnerstag der dpa. Grund dafür seien im polizeilichen System registrierte Delikte der Betroffenen.

„Es sind vorwiegend Gewaltdelikte, also keine Ladendiebstähle oder solch kleinen Dinge“, sagte der Polizeisprecher. Die Empfehlungen der Polizei, die der Festspielleitung mitgeteilt wurden, betreffen sowohl Mitarbeiter der Festspiele selbst als auch externe Arbeitnehmer wie zum Beispiel Wachleute.

„Wir haben jetzt teilweise Akkreditierungen entzogen und teilweise nicht“, sagte der kaufmännische Geschäftsführer der Festspiele, Holger von Berg, der dpa. Die Entscheidungen seien aber nicht abhängig von den Delikten, die ihm auch gar nicht bekannt seien. Wem die Leitung aber nun keinen Zutritt gewährt, sagte von Berg nicht - nur so viel: „Was unsere eigenen Mitarbeiter betrifft, bin ich im Gespräch mit dem Betriebsrat.“ Er sehe allerdings keinen akuten Handlungsbedarf angesichts der aktuellen Sicherheitslage.

Der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri hatte die Zuverlässigkeitsprüfungen der Mitarbeiter des Festspielhauses kritisiert. Die Überprüfungen hätten zu erheblichen Eingriffen in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung geführt, sagte er dem „Nordbayerischen Kurier“ (Donnerstag).

Das Festspielhaus ist seit einigen Wochen eingezäunt. Wer es betreten will, braucht nach dem Sicherheitskonzept von Stadt und Polizei einen Sonderausweis. Diesen erhält nur, wer eine Einverständniserklärung unterschrieben hat, dass seine Daten von der Polizei überprüft werden. Die Wagner-Festspiele beginnen am Montag (25. Juli).

dpa

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