Polizist niedergeschossen - BR: Vier Kollegen schliefen

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Der BR berichtet: Vier Polizisten, unter ihnen der Schichtleiter, haben nicht einmal den Schuss gehört, mit dem ihr Kollege lebensgefährlich verletzt wurde

Passau - Beim Überfall eines Mannes auf einen Polizeibeamten in einer Passauer Polizeiinspektion vor einem Jahr sollen vier Kollegen in dem Gebäude geschlafen haben.

Die vier, unter ihnen der Schichtleiter, hätten nicht einmal den Schuss gehört, mit dem ihr Kollege lebensgefährlich verletzt wurde, berichtete der Bayerischen Rundfunk am Montag unter Berufung auf Polizeikreise. Beim Innenministerium war dazu am Abend nichts zu erfahren, und auch das Polizeipräsidium Niederbayern wollte keine Stellungnahme abgeben.

Der mutmaßliche Schütze muss sich von Dienstag kommender Woche (21. September) an vor dem Passauer Landgericht verantworten. Der Vorwurf lautet auf dreifachen Mordversuch, Geiselnahme und Körperverletzung. Der inzwischen 28-Jährige soll in der Nacht zum 25. September 2009 zunächst eine Auseinandersetzung mit seiner Ehefrau und dann Streit in einem Lokal gehabt haben. Gegen 2.15 Uhr soll er dann mit dem Taxi zur Polizei gefahren sein. Dort soll nach bisherigen Angaben das spätere Opfer alleine im Dienst gewesen sein. Der mutmaßliche Täter soll dem damals 49 Jahre alten Beamten die Dienstwaffe entrissen und ihm damit ins Gesicht geschossen haben.

Der Polizist versuchte schwer verletzt zu fliehen, der Angeklagte holte das Opfer jedoch ein und verschanzte sich mit dem Verletzten auf dem Parkplatz zwischen Streifenwagen. Nachdem der Mann noch weitere Schüsse abgegeben hatte, wurde er von zwei Streifenbesatzungen überwältigt, die von einer Anwohnerin alarmiert worden waren.

lby

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