Preissteigerungen bei Tickets: GEMA weist Vorwürfe zurück

München (dpa) - Die Musikrechtegesellschaft GEMA weist Vorwürfe zurück, für eine deutliche Preissteigerung bei Konzertkarten verantwortlich zu sein.

Bis zum Jahr 2014 würden die GEMA-Gebühren schrittweise nur moderat steigen, teilte die Verwertungsgesellschaft am Freitag in München mit. “Bei einem Ticketpreis von 50 Euro für ein Konzert mit 3000 Besuchern bezahlt der Konzertveranstalter derzeit 2,10 Euro pro Karte an die Urheber und nach der Erhöhung 2012 dann 2,60 Euro pro Karte, also absolut gesehen nur unerheblich mehr“, erklärte der zuständige GEMA-Direktor Jürgen Baier.

Der Präsident des Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen, Michael Russ, hatte zuvor der Nachrichtenagentur dpa gesagt, dass die stark steigenden GEMA-Kosten in den nächsten drei Jahren auf die Preise der Tickets umgelegt werden müssten. “Nach einem schwierigen Rechtsstreit mit der GEMA musste die Konzertwirtschaft Steigerungen von mehr als 400 Prozent verkraften“, sagte Russ. Bis 2014 sollten die Gebühren auf bis zu zehn Prozent der Konzerteinnahmen steigen.

Die GEMA betont, dass die Tariferhöhungen bereits im Dezember 2009 im Rahmen einer Schlichtung vereinbart worden sei. Im kommenden Jahr würden die Gebühren bei Konzerten mit maximal 2000 Besuchern von 3,50 auf 4,00 Prozent der Kartenumsätze steigen, bei Großveranstaltungen mit mehr als 15 000 Besuchern stiegen die Gebühren von 5,65 auf 6,65 Prozent. Die Gesellschaft vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 64 000 Komponisten, Textautoren und Musikverlegern sowie von mehr als zwei Millionen Rechte-Inhabern aus aller Welt.

dpa

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