Aus Protest: Ärztliches Direktorium tritt zurück

Augsburg - Aus Protest gegen den neuen Medizinischen Direktor am Klinikum Augsburg ist das ärztliche Direktorium zurückgetreten.

Der Klinikvorstand Alexander Schmidtke sprach am Freitag von einem “bedauerlichen Vorgang“. Das Direktorium aus drei Chefärzten war von weiteren Chefärzten des Hauses unterstützt worden. Sie hatten die Neubesetzung des Postens mit dem 43-jährigen Münchner Chirurgen Dirk Richter “als schlechte Wahl“ bezeichnet.

Schmidtke nannte Richter dagegen den “besten Kandidaten“ für den Posten und wies Angaben des Direktoriums als unzutreffend zurück, die Chefärzte seien bei der Wahl nicht ausreichend eingebunden gewesen. Der neue ärztliche Direktor soll nun am Klinikum Augsburg die Medizin für die nächsten Jahre “visionär weiterentwickeln“ und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit des Hauses verbessern, sagte Schmidtke. Das Klinikum, das derzeit einen jährlichen Verlust von rund 40 Millionen Euro schreibt, soll 2012 wieder ein ausgeglichenes Betriebsergebnis erreichen.

dpa

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