Wunsiedel ist für Demokratie, Freiheit und Toleranz

Protest gegen Neonazi-Aufmarsch

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Wunsiedel - In Wunsiedel formiert sich ein Bündnis zum Protest gegen Rechtsextremismus. An diesem Samstag planen Neonazis einen Aufmarsch in der oberfränkischen Stadt.

Ein breites Bündnis ruft in Wunsiedel zu einer Kundgebung gegen Rechtsradikalismus auf. Denn an diesem Samstag (17. November) planen Rechtsextreme eine Versammlung in der oberfränkischen Stadt. Der Zusammenschluss „Wunsiedel ist bunt“, Vertreter von Kirchen, Gewerkschaften, anderen Organisationen und Politiker haben zum Protest dagegen aufgerufen. „Wir stehen fürs Hinschauen - und nicht fürs Wegschauen“, sagte Wunsiedels Bürgermeister Karl-Willi Beck (CSU) der Nachrichtenagentur dpa. Man wolle zeigen, dass man für Demokratie, Freiheit und Toleranz eintrete.

Den rechten Aufmarsch hatte das Landratsamt Wunsiedel ursprünglich verboten. Die Behörde hatte argumentiert, die Veranstaltung könne in eine Gedenkveranstaltung für Rudolf Heß umgewidmet werden. Hitler-Stellvertreter Heß war in Wunsiedel begraben. Sein Grab war immer wieder Anziehungspunkt für Neonazis. Inzwischen ist die Grabstätte aufgelassen worden. Der Leichnam war mit Zustimmung der Familie im Sommer 2011 verbrannt worden. Das Verwaltungsgericht in Bayreuth allerdings kassierte das vom Landratsamt verhängte Versammlungsverbotwieder. Es gebe keine hinreichenden Beweise, dass die angemeldete Veranstaltung dem Heß-Gedenken diene.

Schon als das Heß-Grab noch existierte, wehrten sich zahlreiche Wunsiedler Bürger gegen rechtsextremistische Umtriebe in der Stadt. Damals seien zu den Kundgebungen gegen Rechts stets um die 1000 Menschen gekommen, betonte Beck.

dpa

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