Augsburger Polizistenmord 

Parkinson: Kommt der Angeklagte bald frei?

Augsburg -  Wegen seiner Parkinson-Erkrankung wird das Verfahren gegen einen der beiden mutmaßlichen Polizistenmörder neu aufgerollt. Sollten sich die Symptome verschärfen, könnte der 60-Jährige auch für haftunfähig erklärt werden - und auf freien Fuß kommen.

Das Verfahren gegen den mutmaßlichen Polizistenmörder Raimund M. vor dem Augsburger Landgericht muss neu aufgerollt werden. Pressesprecher Claus Pätzel erklärte am Mittwoch, der Strafprozess gegen den älteren der beiden Angeklagten sei seit mehr als neun Wochen unterbrochen. Nach Ablauf dieser Zeitspanne müsse ein Verfahren ausgesetzt werden. Der 60-Jährige war wegen seiner Parkinson-Erkrankung für vorübergehend verhandlungsunfähig erklärt und der Prozess gegen ihn vom Prozess gegen seinen 58-jährigen Bruder abgetrennt worden. Die beiden Brüder sollen im Oktober 2011 in einem Augsburger Wald einen 41 Jahre alten Polizisten erschossen haben. Das Verfahren gegen Raimund M. muss nun noch einmal ganz von vorne beginnen. Ob es überhaupt wieder aufgenommen werden kann, ist wegen der Erkrankung allerdings unklar.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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