Prozess beginnt: Hat 23-Jährige ihr Kind getötet?

Passau - Hat sie ihr Kind umgebracht? Mit dieser Frage beschäftigt sich ab Montag das Gericht. Dort beginnt der Prozess gegen eine 23-Jährige, der vorgeworfen wird, ihr Baby erschlagen zu haben.

Hint ergrund:

Baby tot: Mutter (23) kommt vor Gericht

Wegen Totschlags an ihrem Baby steht von Montag (27. Juni) an eine 23-jährige Frau in Passau vor Gericht. Sie soll laut Anklage im Mai 2010 ihren Sohn unmittelbar nach der Geburt mit Schlägen auf den Kopf getötet haben. Anschließend versteckte die Frau den kleinen Leichnam in ihrer früheren Wohnung in Bad Griesbach (Landkreis Passau). Erst drei Monate später hatte auf dem Einödhof ein damals 61 Jahre alter Nachbar das tote Baby entdeckt - nachdem dem Mann starker Verwesungsgeruch aufgefallen war. Nach Angaben des Passauer Landgerichts sind zunächst vier Verhandlungstage bis Ende Juli geplant. Möglicherweise werde der Prozess aber noch länger dauern.

Die 23-Jährige hat sich bislang widersprüchlich zum Tod ihres Kindes geäußert. Das Gericht wies darauf hin, dass im Fall einer Verurteilung auch Totschlag durch Unterlassen in Betracht komme, wenn das Baby ohne Gewalt gestorben sein sollte, mit medizinischer Hilfe während der Geburt aber lebensfähig gewesen wäre. Der 61-Jährige hatte das tote Kind in einer leerstehenden Wohnung gefunden. Den Ermittlungen zufolge hatte die Frau die Leiche des kleinen Buben dort kurz nach der Geburt zusammen mit einem Teddybären in einer Plastiktüte unter einer Matratze versteckt. Später habe sie die Leiche abholen und beerdigen wollen. Die Schwangerschaft soll die Frau vor ihrer Mutter und ihrem Freund, dem Vater des Kindes, geheim gehalten haben. Das Kind habe sie allein zu Hause zur Welt gebracht.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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