Prozess um gesprengte Fahrkartenautomaten

Leipzig/Bad Staffelstein - Vor dem Amtsgericht Leipzig hat am Mittwochmorgen der Prozess um eine Serie von Rohrbombenanschlägen auf Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn begonnen.

Eine Bande von vier jungen Männern hat vor dem Amtsgericht Leipzig eine Serie von Rohrbombenanschlägen auf Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn gestanden. Das Quartett räumte am Mittwoch ein, Anfang des Jahres zwölf Automaten in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern sowie in Brandenburg mit selbstgebastelten Sprengsätzen zerstört zu haben. In Bayern waren Automaten in Bad Staffelstein und Bad Steben in Oberfranken betroffen. Laut Anklage erbeuteten sie dabei rund 19 000 Euro. Das Geld teilten sie untereinander auf. Die 19 bis 21 Jahre alten Männer waren im Februar festgenommen worden.

Die Anleitung zum Bombenbau holten sie sich unter anderem aus dem Internet, wie einer der jungen Männer angab. Material wie Stahlrohre und Unterlegscheiben kauften sie im Baumarkt. Die Bomben deponierten sie jeweils im Geldschacht der Automaten. Die Wucht der Explosionen war so groß, dass sie in den meisten Fällen an die Geldkassetten kamen. Die Beute hätten sie “eingesteckt und weg“, sagte der 19-Jährige.

Die Ermittler kamen ihnen schließlich durch einen Fingerabdruck auf einer Geldkassette auf die Schliche. Außerdem werteten sie Handy-Daten aus und stellten fest, dass das Mobiltelefon eines der jungen Männer in Funkzellen rund um alle Tatorte eingeloggt war. Einer der Täter hatte zudem vor Freunden mit seinen Taten geprahlt.

dpa

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