Grausige Details

Franziska-Prozess: "Ich dachte, das ist eine Puppe"

+
Der Angeklagte im Gerichtssaal des Landgerichts in Ingolstadt.

Ingolstadt - Im Prozess um den Sexualmord an der kleinen Franziska haben am dritten Verhandlungstag Ärzte und Helfer erschütternde Details ihrer Arbeit am Tatort geschildert.

Zunächst berichtete ein Angler als Zeuge, wie er die Leiche des Mädchens an einem Weiher in Neuburg a.d. Donau fand. „Ich dachte, das ist eine Puppe, weil die Haut rosa war“, sagte der Mann am Montag vor dem Schwurgericht Ingolstadt. Erst als er den Körper mit seiner Angelrute antippte, „merkte ich, dass es keine Puppe war“. Der 27 Jahre alte Angeklagte hatte vorige Woche gestanden, das Mädchen vergewaltigt und erschlagen zu haben.

Nach dem Angler sagte ein Feuerwehrmann aus, der die Leiche von Franziska aus dem Wasser gezogen hatte. „Da hat man schon die massiven Verletzungen gesehen“, berichtete der Zeuge. Beim Anblick des toten Mädchens habe der mit einem Rettungshubschrauber gelandete Notarzt nur noch den Kopf geschüttelt. Ein weiterer Notarzt führte die Leichenschau durch. Er stellte auch Strangulationsmerkmale am Hals und massive Verletzungen am Kopf des Mädchens fest. „Die Zeichen sprachen nicht dafür, dass es zu einem Unfall am Weiher gekommen war. Ich habe es als Tötung eingeordnet“, so die Erinnerung des Arztes.

Franziska war am 15. Februar 2014 ermordet worden. Tags darauf wurde ihre Leiche gefunden. Für den Prozess sind noch 17 Verhandlungstage vorgesehen. Die Urteilsverkündung ist für Ende Mai geplant.

dpa

Meistgelesene Artikel

Wohnhausbrand im Allgäu: 90-Jährige stirbt

Pfronten - Beim Brand eines Mehrfamilienhauses in Pfronten im Allgäu ist eine 65-jährige Frau verletzt worden. Eine andere Bewohnerin wird noch …
Wohnhausbrand im Allgäu: 90-Jährige stirbt

Über 1000 Jogginghosen-Träger kriegen gratis Sekt

Schwabach - Ein Supermarkt in Schwabach hat sein Versprechen wahr gemacht: Jeder Kunde in Jogginghosen hat am Donnerstag ein Fläschchen Sekt bekommen …
Über 1000 Jogginghosen-Träger kriegen gratis Sekt

24-Jährige auf wilder Flucht vor der Polizei

Simbach am Inn - Sie wollte partout nicht von der Polizei kontrolliert werden, daher versuchte eine 24-jährige Autofahrerin den Beamten davonzurasen. 
24-Jährige auf wilder Flucht vor der Polizei

Kommentare