Schülerin (12) vergewaltigt: Angeklagter gesteht

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Die Bahnunterführung, in der die Zwölfjährige vergewaltigt wurde.

Ansbach - Die Verschleppung und brutale Vergewaltigung einer Zwölfjährigen versetzte Ansbach vor einem Jahr in Aufruhr - nun hat der angeklagte 26-Jährige die Tat gestanden:

“Er hat den Hergang als solchen eingeräumt“, berichtete ein Sprecher des Landgerichts am Montag vom ersten Prozesstag. Da zudem die Mutter des Mädchens über die psychischen Folgen für ihre Tochter aussagte, musste die Schülerin selbst nicht in den Zeugenstand.

Laut Anklagebehörde hat der Mann die damals Zwölfjährige am 20. November 2009 völlig überraschend und am helllichten Tag auf dem Heimweg vom Musikunterricht im sogenannten Mausloch - einer unübersichtlichen Unterführung - geschlagen und gewürgt. Dadurch zwang er sie, ihm in eine Kleingartenanlage zu folgen. In einer einsam gelegenen Gartenlaube misshandelte er das Kind brutal, bis er es nach zwei Stunden wieder frei ließ. Ein ehemaliger Arbeitskollege, der den Täter und das Opfer gemeinsam auf der Straße gesehen hatte, gab der Polizei damals den entscheidenden Hinweis auf den Obdachlosen, der an der sexuell übertragbaren Krankheit Hepatitis C leidet.

Vor Gericht sollte am Montagnachmittag auch noch ein zweiter Fall zur Sprache kommen. Der Angeklagte habe zwischen Dezember 2002 und August 2003 mit einer betrunkenen und bekifften 16-Jährigen in seiner Wohnung geschlafen. Da diese keinen Widerstand mehr habe leisten können, klagt ihn die Staatsanwaltschaft auch in diesem Fall wegen sexuellen Missbrauchs an. Der Prozess soll am 10. Dezember weitergehen, eventuell soll dann auch das Urteil schon fallen. Den Angeklagten erwarten bis zu 15 Jahre Haft.

dpa

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