Prozess wegen Millionenbetrugs: Keine Erklärung von Kiener

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Helmut Kiener (r.) betritt mit  seinem Rechtsanwalt Achim Groepper den Gerichtssaal.

Würzburg - Einer der größten Betrugsprozess geht in die nächste Runde. Der Angeklagte hält sich bedeckt: Helmut Kiener wird frühestens nächste Woche Stellung nehmen.

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Der mutmaßliche Millionenbetrüger Helmut Kiener wird voraussichtlich frühestens in der kommenden Woche zu den Vorwürfen gegen ihn Stellung nehmen. Das sagte einer seiner beiden Anwälte am Dienstag kurz vor der Fortsetzung des Prozesses vor dem Landgericht Würzburg. Der 51 Jahre alte Manager Kiener und ein 43 Jahre alter mutmaßlicher Komplize sollen fast 5000 Privatanleger und Großbanken um 345 Millionen Euro gebracht haben.

Dem bis zu seiner Festnahme im Oktober 2009 in Aschaffenburg wohnenden Kiener legt die Staatsanwaltschaft Betrug in 35 Fällen, Urkundenfälschung in 86 Fällen sowie Steuerhinterziehung in 5 Fällen zur Last. Dem zweiten Angeklagten wird Beihilfe zum Betrug in 2 Fällen vorgeworfen. Der Mann bestreitet das, will von den angeblich kriminellen Machenschaften Kieners nichts gewusst haben.

Am vierten Verhandlungstag setzte das Gericht die Befragung des mitangeklagten 43-Jährigen fort. Der Angeklagte kümmerte sich um Kieners Buchhaltung. Dass Kiener mit seinen K1-Fonds ein riesiges Schnellballsystem aufbaute, hat er nach eigenen Worten nicht gewusst.

Die Staatsanwaltschaft wirft Kiener vor, die Renditen seiner Finanzprodukte in Prospekten übertrieben dargestellt zu haben, um immer mehr Anleger zu gewinnen. Die in der Karibik registrierten Fonds schrieben allerdings Millionenverluste. Mittlerweile sollen sie nahezu mittellos sein, das Geld der Anleger ist wohl weg.

Der Prozess soll am 14. April fortgesetzt werden. Dann werden Kieners Anwälte womöglich eine Erklärung für ihren Mandanten abgeben.

dpa

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