Scharfe Kritik an Kürzungen bei Staatsbibliothek

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Ein Mitarbeiter der Bayerischen Staatsbibliothek in München.

München/Rottenburg - Der Direktor der Bayerischen Staatsbibliothek, Rolf Griebel, hat Kürzungen im Etat der Bibliothek in Millionenhöhe scharf kritisiert.

“Das ist in den Auswirkungen verheerend - vor allem für den Wirtschaftsstandort Bayern“, sagte Griebel der Nachrichtenagentur dpa in München.

Die Staatsregierung hatte Ende September eine Haushaltssperre von 20 auf 30 Prozent erhöht - für die Staatsbibliothek bedeutet das nach eigenen Angaben einen Etateinbruch von 1,4 Millionen Euro. “Eine solche Sperre sechs bis acht Wochen vor Haushaltsschluss“, das sei nicht mehr zu managen, sagte Griebel.

Weil bestehende Verträge eingehalten werden müssten, sei es gar nicht mehr möglich, bis Jahresende so viel einzusparen, betonte er und forderte eine Gleichbehandlung von Staatsbibliothek und Universitäten und Fachhochschulen. Die Haushaltssperre für die Hochschulen beträgt nur 20 Prozent - sie müssen darum deutlich weniger einsparen als die Staatsbibliothek, die teure Forschungsliteratur für die Uni-Bibliotheken bereitstellt. “Dieser Situation steht man relativ fassungslos gegenüber.“

Die Kürzungen im Etat bedrohen vor allem auch die Buchbinder- Branche im Freistaat. “Viele Betriebe stehen vor der Situation, dass von heute auf morgen keine Arbeit mehr da ist“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Bundes Deutscher Buchbinder (BDBI), Werner Obermeier im niederbayerischen Rottenburg.

dpa

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