Augsburg

Schausteller warnen vor Volksfestabsagen wegen Terror-Gerüchten

Augsburg - Volksfeste dürften nicht nur aufgrund einer Gerüchteküche abgesagt werden, sagt der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes. Überhaupt seien sie die beste Form der Integration.

Die deutschen Schausteller warnen vor übereilten Absagen von Volksfesten oder Weihnachtsmärkten aus Angst vor Terroristen. Wenn es eine konkrete Gefahrenlage gebe, müssten Veranstaltungen natürlich abgesagt werden, sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, Albert Ritter, am Donnerstag in Augsburg. „Aber nur aufgrund einer Gerüchteküche, das darf nicht sein.“

Die Volksfeste selbst seien die beste Form der Integration, meinte Ritter. Auf den Festen würden sämtliche ethnische Gruppen miteinander feiern. „Unser Appell an alle ist: Weitermachen, weiterfeiern.“

Die Delegierten des Schaustellerbundes treffen sich von diesem Freitag an in Augsburg bei ihrer 67. Jahresversammlung. Zu dem dreitägigen Treffen werden auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) erwartet. Parallel zu der Versammlung findet eine Fachmesse für das Schaustellergewerbe statt.

dpa

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