Schick fordert mehr Einsatz gegen Armut

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Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick forderte auf dem Weltjugendtag in Madrid mehr Einsatz im Kampf gegen die Armut.

Madrid/Bamberg - Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick forderte auf dem Weltjugendtag in Madrid mehr Einsatz im Kampf gegen die Armut. Noch sei man weit von den gesetzten Zielen entfernt.

Die Bundesregierung engagiert sich nach Einschätzung der katholischen Bischöfe zu wenig im Kampf gegen Armut und mangelnde Bildungsmöglichkeiten in Entwicklungsländern. Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, forderte auf dem Weltjugendtag in Madrid einen verstärkten Einsatz für das Erreichen der UN-Millenniumsziele. Die Kirche sei gefordert, die Politik stärker in die Pflicht zu nehmen.

“Von dem Millenniumsziel, bis zum Jahr 2015 den Hunger in der Welt zu halbieren, sind wir weit entfernt“, sagte Schick laut einer Mitteilung der Bischofskonferenz vom Donnerstag. Auch sei eine abgeschlossene Primärschulbildung für alle Kinder dieser Welt durch die bisherigen Bemühungen nicht zu erreichen. “Das Entwicklungsministerium in Deutschland tut dafür zu wenig.“

Schick rief deutsche Jugendliche zu verstärktem sozialen Einsatz auf. “Wer mitbestimmen will, muss auch mitarbeiten.“ Jugendliche sollten sich vermehrt etwa für den Bundesfreiwilligendienst, das Freiwillige Soziale Jahr oder entwicklungspolitische Programme wie “Weltwärts“ engagieren.

dpa

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