Auf der Schiene: Neuer Fahrplan - neue Probleme

Nürnberg - Bayerischen Bahnnutzern verspricht das Verkehrsministerium ab Pfingstsonntag bessere Reisemöglichkeiten. Allerdings ist schon klar, dass es Schwierigkeiten geben wird. Warum das so ist:

Bahnreisenden und Pendlern im Nordosten Bayerns verspricht das Verkehrsministerium von Pfingstsonntag an mehr Zugverbindungen und bessere Reisemöglichkeiten. “Rund ein Drittel mehr Verbindungen, neue Fahrzeuge, beschleunigte Fahrzeiten und hohe Qualitätsanforderungen werden den Bahnverkehr in Nordostbayern deutlich attraktiver machen“, kündigte Staatssekretärin Katja Hessel (FDP) am Donnerstag in München an.

Die nicht elektrifizierten Strecken in Oberfranken und in den angrenzenden Teilen der Oberpfalz und Unterfrankens werden künftig vom Deutsche-Bahn-Konkurrenten agilis bedient. Das Unternehmen hatte sich bei der Ausschreibung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) durchgesetzt. Die Züge legen den Ministeriumsangaben zufolge in den Regionen Bamberg, Coburg, Hof und Weiden rund 4,5 Millionen Kilometer pro Jahr zurück. Auf fast allen Strecken soll nun mindestens stündlich ein Zug fahren. Bislang habe es meist nur einen Zwei-Stunden-Takt gegeben, sagte Hessel.

Allerdings bekommen die Fahrgäste alle angestrebten Verbesserungen nicht gleich am Pfingstwochenende zu spüren. Weil agilis auf dem Arbeitsmarkt nicht genügend Lokführer finden könne, gebe es Startschwierigkeiten, räumte Hessel ein. Vor allem auf der Strecke zwischen Bayreuth und Kulmbach, im Wochenendverkehr und auf den Strecken rund um Hof könnten noch nicht sofort alle Verbindungen angeboten werden.

lby

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