Schiff "Kampenwand" aus Chiemsee geborgen 

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Mit dem Einsatz von Ballons wurde die im Chiemsee versunkene Lastenfähre "Kampenwand" geborgen.

Prien/Rosenheim  - Keiner weiß, wie sie dorthin kam, aber sie ist geborgen: Eine seit Monaten auf dem Grund des Chiemsees liegende Lastenfähre ist am Mittwoch gehoben worden. Dabei kam Spezial-Technik zum Einsatz:

Mit Hilfe von Ballons wurde das Gefährt namens “Kampenwand“ aus rund 17 Metern Tiefe geholt, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd aus Rosenheim am Nachmittag vom Ort des Geschehens in Prien a. Chiemsee berichtete. Zunächst ragte nur der Führerstand mit dem Positionslicht an der Spitze aus dem Wasser.

Mit weiteren Ballons sollte die “Kampenwand“ noch im Laufe des Tages vollständig gehoben und anschließend bis zu 400 Meter weit zu einer Werft geschleppt werden. Dort ist am Donnerstag geplant, die Hohlräume der Lastenfähre leerzupumpen. Die “Kampenwand“ war erst kürzlich bei einer Testfahrt mit einem Sonargerät zufällig etwa 80 Meter vom Ufer entfernt geortet worden.

Das 19 Tonnen schwere und 17 Meter lange Schiff war im vergangenen Dezember aus einem Priener Yachthafen verschwunden. Wie die Lastenfähre auf den Boden des Sees gelangte, ist nach Polizeiangaben bislang unklar. Aufschlüsse über ihr rätselhaftes Sinken soll die Untersuchung nach der Bergung bringen. Die Polizei ermittelt wegen Gewässerverunreinigung. Womöglich komme auch Diebstahl hinzu, erläuterte der Polizeisprecher.

lby

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