Schleuser muss ins Gefängnis

Afghanen eingeschleust - 37-Jähriger verurteilt

München - Ein 37-Jähriger hat mindestens 37 junge Afghanen ohne Papiere nach Deutschland und Dänemark eingeschleust. Dafür kassierte er Geld. Das kommt ihm nun teuer zu stehen - er muss ins Gefängnis.

Wegen gewerbsmäßiger Einschleusung von Ausländern muss ein 37 Jahre alter Mann vier Jahre ins Gefängnis. Das Münchner Landgericht sah es am Montag als erwiesen an, dass der Mann von Juni 2010 bis Januar 2011 gemeinsam mit vier Komplizen mindestens 37 junge Afghanen ohne Papiere nach Deutschland und Dänemark gebracht hat. Das Strafmaß beruht auf einer Absprache zwischen den Verfahrensbeteiligten. Aufgabe des Mannes innerhalb seiner Bande war die Kontaktaufnahme mit den Interessenten über Internetportale. Ferner mietete er in München und Hamburg Geländewagen und Kleintransporter für die Schleusungen an und übergab sie den Fahrern der Bande. Seinem Geständnis zufolge mussten die Afghanen vorab 4100 Euro pro Person zahlen. Davon habe er jeweils 1000 Euro bekommen.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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