Angeklagter soll auf Schwiegermutter eingestochen haben

Schöffin befangen: Prozess um Mordversuch vorerst geplatzt

Memmingen - Ein 29-Jähriger soll mehrmals auf seine Schwiegermutter eingestochen haben. Der anstehende Prozess ist nun geplatzt, weil eine Schöffin Kontakt zum Umfeld des Opfers hatte.

Vor dem Landgericht Memmingen ist der Prozess gegen einen jungen Vater wegen versuchten Mordes an seiner Schwiegermutter geplatzt. Auf Antrag der Verteidigung ist eine Schöffin als befangen abgelehnt worden. Wie ein Sprecher des Gerichts am Freitag mitteilte, hatte sich im Laufe der Verhandlung herausgestellt, dass die Schöffin Kontakt zum Umfeld des Opfers hatte. Das Verfahren soll nun im August neu aufgerollt werden.

Ein 29-Jähriger stand vor Gericht, weil er mit einem Messer mindestens sieben Mal auf seine Schwiegermutter eingestochen und sie dabei lebensgefährlich verletzt haben soll. Kurz vor der Attacke soll es zu einem Streit mit seiner Ehefrau gekommen sein. Diese hatte daraufhin die gemeinsame Wohnung in Blaustein in Baden-Württemberg verlassen und war mit den Kindern zu ihren Eltern nach Ellzee (Landkreis Günzburg) gezogen. Dort soll der Angeklagte unerwartet aufgetaucht sein und seine Schwiegermutter niedergestochen haben.

dpa

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