Sechs Jahre Haft: Brandstiftender Feuerwehrmann

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Ein Feuerwehrler der Feuer legt. Jetzt wurde er verurteilt. (Symbolbild)

Schweinfurt - Eigentlich hätte er Brände löschen sollen. Aber ein 23-Jähriger Gruppenführer bei der Feuerwehr war den Flammen völlig verfallen. Er legte fünf Brände. Jetzt wurde er zu sechs Jahren Haft verurteilt. Sein Motiv war  einfach nur erschreckend

Ein geständiger Feuerwehrmann ist vom Landgericht Schweinfurt am Montag wegen Brandstiftung in fünf Fällen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt worden.

Der 23-Jährige hatte zwischen Mai und Oktober 2010 im Landkreis Bad Kissingen mehrere Scheunen, Strohballen, Lagergebäude und landwirtschaftliche Gerätehallen in Brand gesteckt, wie Gerichtspräsident Ernst Wich-Knoten am Montag in Schweinfurt sagte. Die Polizei konnte den tatverdächtigen Feuerwehrmann und gelernten Fliesenleger im Januar dieses Jahres fassen.

Durch dessen Zündelei ist Wich-Knoten zufolge ein Schaden von fast 680 000 Euro entstanden. Menschenleben waren nicht in Gefahr.

Als Motiv habe er die Kameradschaft innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr und den Adrenalinschub beim Löschen eines Brandes angegeben. “Schlüsselerlebnis war wohl ein Einsatz, bei dem er mit Atemschutz einen Hund aus den Flammen rettete“, sagte Wich-Knoten. Das habe ihn so mit Stolz und Glück erfüllt, dass er seitdem immer wieder diesen Kick suchte. Der 23-Jährige war Gruppenführer bei der Feuerwehr.

Mit der Verurteilung zu einer sechsjährigen Haftstrafe blieb die Richterin ein halbes Jahr unter dem von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafmaß. Die Verteidigung hatte nach Angaben des Gerichtspräsidenten weniger als fünf Jahre verlangt.

dpa

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