Sex-Dirigent: Wird Verfahren neu aufgerollt?

Der ehemalige Würzburger Generalmusikdirektor Jin Wang.

Würzburg - Am Dienstag feierte der ehemalige Würzburger Generalmusikdirektor Jin Wang den Freispruch vom vom Vorwurf der sexueller Nötigung. Jetzt könnte er schon bald wieder vor Gericht zitiert werden.

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Das Verfahren gegen den ehemaligen Würzburger Generalmusikdirektor Jin Wang wegen sexueller Nötigung einer jungen Frau könnte neu aufgerollt werden. Die Staatsanwaltschaft Würzburg habe Antrag auf Revision gestellt, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Freitag und bestätigte damit Medienberichte.

Wang war am Dienstag vom Vorwurf der sexuellen Nötigung freigesprochen worden. Allerdings war die Strafkammer des Landgerichts nicht von seiner Unschuld überzeugt, hielt die Angaben der Frau sogar für “glaubhaft“. Die Kammer hegte lediglich enorme Zweifel, ob sich die Musikstudentin, die Wang im Mai 2007 in einem Treppenhaus bedrängt haben soll, deutlich genug gegen die Annäherungen des Dirigenten gewehrt hatte.

Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Verfahren eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten für den 50 Jahre alten Wang gefordert, seine Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

Wang selbst sprach vor Gericht von einvernehmlichen Zärtlichkeiten mit der Studentin. Die junge Frau hatte den Dirigenten nicht selbst angezeigt. Vielmehr informierte die Stadt Würzburg, in deren Diensten Wang als Generalmusikdirektor gestanden hatte, die Staatsanwaltschaft.

dpa

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