Treffen der Siebenbürger Sachsen

Bund der Vertriebenen fordert Entschädigung

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Der Bundesvorsitzende des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Bernd Fabritius.

Dinkelsbühl - Rund 20.000 Siebenbürger Sachsen haben sich am Pfingstwochenende wieder zu ihrem traditionellen Heimattag in Dinkelsbühl getroffen.

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fordert der Bund der Vertriebenen eine Entschädigung auch für deutsche Zwangsarbeiter, die nach Kriegsende in die Sowjetunion deportiert wurden. Die Forderung an die deutsche Politik erhob Verbandspräsident Bernd Fabritius am Pfingstsonntag auf dem traditionellen Heimattag des Verbandes der Siebenbürger Sachsen im bayerischen Dinkelsbühl.

Es geht um Deutsche - nicht nur die in Rumänien siedelnden Siebenbürger Sachsen - die zu Kriegsende als Zivilisten in die Sowjetunion deportiert und dort jahrelang zu Wiederaufbauarbeit gezwungen wurden. Allein aus Rumänien seien 70 000 Deutsche deportiert worden, von denen 30 000 die Strapazen nicht überlebt hätten, erläuterte ein Sprecher.

Von den Nazis nach Deutschland verschleppte ausländische Zwangsarbeiter können seit Jahren über eine Stiftung mit symbolischen Beträgen entschädigt werden.

Die Siebenbürger Sachsen forderten auf ihrem Heimattag von Rumänien den Erhalt des deutschsprachigen Schulwesens im Land. Zudem verlangte ihr Verband die bedingungslose Rückgabe rechtswidrig enteigneten Vermögens.

Zum Heimattag waren rund 20 000 Siebenbürger Sachsen nach Dinkelsbühl gekommen. Sie sind die Nachfahren deutscher Kolonisten, die sich vor rund 850 Jahren im Gebiet des heutigen Rumänien angesiedelt hatten. Mittlerweile leben nach Angaben des Verbandes noch etwa 16 000 Siebenbürger Sachsen in Rumänien und etwa 200 000 in Deutschland.

Programm Heimattag

dpa

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