Rettungskräfte im Dauereinsatz

Silvesternacht in Bayern: Die Bilanz

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Ein Foto aus München

München - Weitgehend friedlich haben die Bayern mit zahlreichen Festen und Partys das Jahr 2013 begrüßt. Vor allem in den großen Städten waren die Rettungskräfte trotzdem im Dauereinsatz.

Für viele Menschen in Bayern hat das neue Jahr mit einer großen Party begonnen. Gefeiert wurde weitgehend friedlich - die Rettungskräfte wurden trotzdem auf Trab gehalten. Vor allem verirrte Feuerwerkskörper sorgten für zahlreiche Einsätze.

In München wurden Feuerwehr und Notdienst in der Silvesternacht zu etlichen Notfällen gerufen. Ein Mann ist bei dem Versuch schwer verletzt geworden, ein Warmhaltegerät für Essen mit Spiritus zu befüllen. Er habe sich schwere Brandverletzungen an Oberkörper und Gesicht zugezogen, teilte ein Feuerwehrsprecher am Dienstag mit. Im Stadtteil Moosach erlitten ein Mann und eine Frau eine Rauchvergiftung bei einem Balkonbrand. In den meisten anderen Fällen hätten Feuerwerkskörper aber nur kleinere Brände verursacht. Alles habe sich im „üblichen Rahmen“ abgespielt, sagte der Sprecher.

Die Münchner Feuerwehr wurde zu 128 Einsätzen gerufen, im Vorjahr waren es 126. Der Rettungsdienst musste 819 Mal ausrücken - beim Jahreswechsel 2012 hatten die Helfer noch 879 Einsätze. Als beliebter Ort für die Jahreswechselparty hat die Polizei den Friedensengel in München ausgemacht: Rund 7500 Menschen haben dort und im angrenzenden Park das neue Jahr begrüßt.

Wie die Polizei in Regensburg berichtete, feierten rund 3000 Menschen in der historischen Innenstadt „größtenteils friedlich und diszipliniert“. Ein 25 Jahre alter Mann wurde festgenommen, nachdem er gezielt Knallkörper auf andere Passanten geworfen hatte. Außerdem wollte er ihnen laut Polizei eine brennende Fackel ins Gesicht drücken. Verletzt wurde dabei niemand.

In Amberg traf ein aus einer Menschenmenge heraus geworfener Böller einen 22-Jährigen im Gesicht. Der junge Mann kam mit einer schweren Augenverletzung ins Krankenhaus. Die Ermittlungen in dem Fall dauerten an.

Die Polizei in Augsburg registrierte 215 Einsätze, die Beamten mussten beispielsweise Randalierer beruhigen und Fälle von Vandalismus bearbeiten.

„Nürnberg kann sich über einen guten Start ins neue Jahr 2013 freuen. Die Stadt blieb vor schlimmeren Bränden und Unglücksfällen verschont“, teilte ein Sprecher der Feuerwehr der zweitgrößten Stadt Bayerns mit. Wurden die Einsatzkräfte alarmiert, so habe es sich meist um kleinere Brände gehandelt. 38 Feuerwehreinsätze registrierte der Sprecher, das sind fünf weniger als im Vorjahr.

Bayernweit wurden die Einsatzkräfte zu etlichen kleineren Bränden gerufen, beispielsweise wurden Müllcontainer, Hecken und Gartenhäuser durch Feuerwerksmaterial in Brand gesetzt. Im Landkreis Lindau fing ein parkendes Auto Feuer, da eine Silvesterrakete in die Motorhaube einschlug.

dpa

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