Ölfleck-Anschläge als Vorbild?

Unheimliche Serie: Täter lockert Radmuttern

Buchloe - Attentate auf Motorrad- und Autofahrer mit gefährlichen Ölflecken auf der Straße halten die Polizei in Süddeutschland seit Jahren in Atem. Jetzt jagen die Beamten im gleichen Gebiet einen Täter, der an Autos Radmuttern lockert.

Mehrere Fälle im Laufe eines Jahres versetzen die Polizei in höchste Alarmbereitschaft. Nach Presseberichten soll der unbekannte Täter 15 Mal in der Region Buchloe zugeschlagen haben. Es wurden Radmuttern an Pkw's und Lastwagen gelockert. Nur dank glücklicher Umstände kam es infolge dieser Anschläge bisher noch zu keinen schweren Unfällen.

Die Polizei rätselt, ob es sich bei dem Täter, der sich an den Radmuttern zu schaffen macht, um einen Nachahmer des Ölfleck-Attentäters handelt.

Auch mehrere Zeugenaufrufe und eine Belohnung über 53 000 Euro haben bisher nicht dazu geführt, dass die Ermittler auf die Spur des Ölfleck-Attentäters kamen. Da es bislang kein auffälliges Tatmuster oder sonstige vielversprechende Hinweise gibt, müssen die Beamten nun bei der Jagd nach dem Radmuttern-Täter auf weitere Fahndungserfolge hoffen. So sollen jetzt mehr Zivilstreifen zum Einsatz kommen, unter anderem auch in den Gebieten Landsberg, Weilheim und Fürstenfeldbruck.

Zeugen, die Hinweise zu den Anschlägen geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise zum Fall der gelockerten Radmuttern erbittet die Polizei unter Tel. 08241/9690-0. Hinweise zu den Ölfleck-Anschlägen werden erbeten unter Tel. 0831/9909-0.

js

Rubriklistenbild: © dpa

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