Nicht alle sind begeistert

Skaterin von Raser totgefahren: Kommt Tempo 30?

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Der Wagen des Unglücksfahrers ist völlig zerstört.

Nürnberg - Eine junge Skaterin wurde in Nürnberg von einem Raser erfasst und getötet. Nun will die Stadt die Unfallstelle sicherer machen. Etwa bei Bodenschwellen gibt es aber auch Gegner.

Nach dem Unfalltod einer jungen Skaterin in Nürnberg will die Stadt die Strecke sicherer machen. Im Gespräch seien nun vor allem ein dauerhaftes Tempo 30 und Bodenschwellen, sagte ein Stadtsprecher am Dienstag. Außerdem habe die Polizei zugesichert, ihre Streifen an der Großen Straße zu verstärken, um Raser zu stoppen. „Der Wille ist da, dass jetzt schnell etwas passiert“, sagte der Sprecher. Es sei zwar ein Stadtratsbeschluss nötig, aber er sei zuversichtlich, dass sich in den nächsten ein bis zwei Monaten etwas tut.

Ein Autofahrer hatte am vergangenen Mittwoch eine 18-Jährige erfasst und tödlich verletzt. Er war mit mindestens 100 Stundenkilometern unterwegs, obwohl auf der früheren NS-Aufmarschstraße maximal Tempo 50 erlaubt ist. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

In den nächsten Tagen würden weitere Gespräche etwa mit der Polizei und den Verkehrsplanern geführt, sagte der Stadtsprecher. Das Problem sei, dass die Straße gerade bei Großveranstaltungen wie „Rock im Park“ von Rettungsfahrzeugen befahren werde. Und die Sanitäter seien von Schwellen im Boden nicht begeistert, weil die Fahrten dadurch länger dauern. Zudem wird die 1,8 Kilometer lange Strecke als Parkplatz unter anderem von Messebesuchern genutzt und diese Interessen müssten in Einklang gebracht werden. Als erste schnelle Maßnahme sollen nun die Markierungen auf der Straße erneuert werden - vor allem an den Fußgängerüberwegen.

Sicher ist, dass der Unfallfahrer allein unterwegs war und nicht bei einem illegalen Rennen mitgemacht hat. Nach Erkenntnissen von Stadt und Polizei war das Unfallgeschehen an der Großen Straße bisher „völlig unauffällig“. In den vergangenen fünf Jahren habe es nur einen Unfall nach zu schnellem Fahren gegeben. Aber es müssten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, solche „kriminellen Irrsinnsfahrten“ zu verhindern, sagte Bürgermeister Christian Vogel.

dpa

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