Sorge vor Anschlägen

Terrorgefahr: Papst Benedikt setzte auf bayerisches LKA

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Papst Benedikt XVI. im September 2006 mit bayerischen Polizisten in Marktl am Inn.

Rom - Beim Schutz vor möglichen Anschlägen hat der frühere Papst Benedikt XVI. auf Beistand aus seiner bayerischen Heimat gesetzt.

Im Oktober 2012 reiste deshalb eine Delegation des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) unter Leitung von Präsident Peter Dathe nach Rom. Im Vatikan sei es mit den dortigen Sicherheitsverantwortlichen zu einem „Meinungsaustausch über mögliche Anschlagsszenarien und deren Präventionsmaßnahmen“ gekommen, teilte das LKA am Freitag in München mit und bestätigte damit weitgehend einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“.

LKA-Chef Dathe sei damals von einem Techniker, einem Wissenschaftler und einer Dolmetscherin begleitet worden, hieß es weiter. Über den Generalvikar des erzbischöflichen Ordinariats München sei das Landeskriminalamt damals gebeten worden, den Meinungsaustausch zu führen. „Dieser Bitte wurde im Oktober 2012 gerne entsprochen.“

Bei dem Treffen seien dann „verschiedene Szenarien besprochen und die jeweiligen Bekämpfungsmöglichkeiten ausgetauscht“ worden. Einzelheiten teilte das LKA aber nicht mit. „Es wurden keine Untersuchungen und auch keine Analyse von Gefährdungserkenntnissen vorgenommen“, betonte die Behörde jedoch.

Nur wenige Monate nach dem Besuch der LKA-Delegation im Vatikan war der aus Bayern stammende Papst Benedikt XVI. im Februar 2013 zurückgetreten. Ein Rücktritt eines Papstes - das hatte es zuvor seit mehr als 700 Jahren nicht mehr gegeben.

Papst Benedikt XVI. in Deutschland: Die besten Bilder

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dpa

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