Spaenle bekämpft Unterrichtsausfall mit Zangenmanöver

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Kultusminister Ludwig Spaenle

München - Der Unterrichtsausfall an Bayerns Gymnasien ist mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt aller Schularten - Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) will das Problem nun von zwei Seiten gleichzeitig in den Griff bekommen.

Nach den am Donnerstag von Spaenle präsentierten Zahlen fielen im Schuljahr 2010/11 an den Gymnasien 3,9 Prozent der Schulstunden ersatzlos aus. Im Durchschnitt aller Schularten waren es nur zwei Prozent.

Spaenle will deswegen in einem Zangenmanöver einerseits durchsetzen, dass die Gymnasiallehrer mit mehr bezahlten Überstunden einspringen, wenn ein Kollege kurzfristig ausfällt - etwa nach einem Unfall oder einer Krankmeldung. Um dagegen längerfristig vorhersehbaren Unterrichtsausfall zu kompensieren, will Spaenle die mobile Reserve aufstocken - ein Kontingent an Lehrern, die als Aushilfen von Schule zu Schule geschickt werden.

dpa

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