Bad Steben kämpft um seine Spielbank

Bad Steben - Die oberfränkische Marktgemeinde Bad Steben kämpft um ihre Spielbank. Bürgermeister Bert Horn appellierte in einem Brief an Ministerpräsident Horst Seehofer, die drohende Schließung zu verhindern.

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Auch wenn dies nicht in den wirtschaftlichen Ergebnissen zum Ausdruck komme, habe sich die Spielbank in den zehn Jahren ihres Bestehens zu einem wichtigen Bestandteil des Ortes entwickelt und touristische wie kulturelle Bedeutung erlangt.

Finanzstaatssekretär Franz Pschierer (CSU) hatte am Donnerstag im Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags Überlegungen zur Schließung der Spielbanken in Bad Steben und Kötzting bestätigt. Beide Häuser hätten noch nie Gewinn erzielt. Laut Pschierer hat sich der Bruttospielertrag der neun Spielbanken im Freistaat in den vergangenen fünf Jahren auf 68 Millionen Euro nahezu halbiert.

Horn warnte davor, nur wirtschaftliche Aspekte zu berücksichtigen. Bei den durchaus verständlichen Überlegungen müsse auch die Bedeutung der Spielbank für die Region an der ehemaligen innerdeutschen Grenze und die psychologische Wirkung auf die Bevölkerung berücksichtigt werden, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Schreiben. Der Bad Stebener Bürgermeister forderte die Staatliche Lotterieverwaltung auf, die kulturellen Angebote der Spielbank zu verbessern sowie die Attraktivität und damit die Ertragskraft des Hauses zu stärken. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Spielbank rund 32 000 Besucher.

dpa

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