Steuerfahnder: Mollath-Anzeige wirr

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Gustl Mollath

München - Zum Auftakt der Zeugenvernehmungen des Mollath-Untersuchungsausschusses im Landtag hat ein Nürnberger Steuerfahnder die Schlampereivorwürfe gegen die Finanzbehörden zurückgewiesen.

Die Strafanzeige Mollaths wegen vermuteter Schwarzgeldgeschäfte der Hypovereinsbank in der Schweiz im Jahr 2003 sei wirr gewesen und habe keine konkreten Vorwürfe enthalten, sagte der Finanzbeamte Klaus Schreiber am Dienstag in München. 95 Prozent der Anzeigen bei der Steuerfahndung hätten keine Grundlage.

Der Nürnberger Gustl Mollath hatte Ende 2003 Strafanzeige wegen vermuteter Schwarzgeldverschiebungen seiner Frau für ihre HVB-Kunden erstattet. Der Finanzbeamte Schreiber hatte die Sache damals abgelegt und Mollath als Spinner eingestuft. Zu diesem Zeitpunkt war Mollaths Ehe bereits zerrüttet - seine Frau hatte ihn wegen Körperverletzung angezeigt, das Gerichtsverfahren lief. Nach heutigem Stand waren die Schwarzgeld-Vorwürfe dennoch zum Teil begründet. Deswegen steht nun die Frage im Raum, ob die Steuerfahnder damals schlampten.

dpa

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