Streik sorgt in Nürnberg für Gedränge an Haltestellen

Nürnberg - Der Nahverkehrsstreik in Bayern hat am Dienstag in Nürnberg erneut zu Gedränge an vielen Haltestellen und in Bussen und Bahnen geführt.

Fahrgäste hätten teilweise bis zu 40 Minuten auf ihre Bahn warten müssen, sagte ein Sprecher des Deutschen Beamtenbundes (DBB). “Viele Haltestellen in Nürnberg waren schwarz vor Menschen“, sagte er. Etliche Fahrgäste seien daher notgedrungen auf ein Taxi umgestiegen.

Im Unterschied zu München, wo der DBB den Streik wegen des Familientages auf dem Oktoberfest für einen Tag unterbrochen hatte, setzten die in der DBB organisierten Bus- und Bahnfahrer in Nürnberg ihren Ausstand fort.

Dagegen kam es in den Augen der vom Streik betroffenen Nürnberger Verkehrsaktien-Aktiengesellschaft (VAG) kaum zu Behinderungen. Die Fahrgäste hätten sich rasch auf den am Vortag beschlossenen Streikfahrplan eingestellt, sagte eine Sprecherin. “So wie es aussieht haben wir unseren Plan ziemlich gut einhalten können.“ Dennoch sei der Streikfahrplan mit Einschränkungen verbunden. So verkehrte am Dienstag die Straßenbahn in Nürnberg nur nach Sonntagsfahrplan.

Eng wurde es nach Angaben der VAG auch im Schülerverkehr. So sei die vor Schulbeginn und nach Unterrichtsende eingesetzte Verstärkungslinie auf der Strecke der U-Bahnlinie 1 gestrichen worden. “Da wurde es zeitweise etwas eng“, räumte die VAG-Sprecherin ein. Busse und Straßenbahnen verkehrten im 20- statt im sonst üblichen 10-Minuten-Takt. Sie sei sicher, dass sich der Streikfahrplan in den kommenden Tagen bei den Fahrgästen einspielen werde, sagte die Sprecherin.

dpa

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