Streit um Container für Asylbewerber in München

München - Die Regierung von Oberbayern hat eine vom Landtag geschlossene Container-Unterkunft für Asylbewerber wiedereröffnet und damit neuen Streit ausgelöst.

Grund ist, dass in den vergangenen Wochen sehr viel mehr Flüchtlinge als erwartet in Deutschland ankamen, wie ein Sprecher der Behörde am Donnerstag sagte. “Das ist keine dauerhafte Öffnung, sondern nur eine Notlösung.“

Die meisten Flüchtlinge kommen aus Afghanistan, Somalia und Mazedonien und sollen möglichst schnell auf andere Bundesländer verteilt werden. Im Augenblick seien zwischen 150 und 170 Menschen in der Unterkunft im Münchner Norden untergebracht, sagte der Sprecher.

Der Bayerische Flüchtlingsrat reagierte sehr verärgert und warf der Regierung vor, den Landtagsbeschluss zu missachten. Die Abgeordneten hatten die Container-Unterkunft Ende 2008 wegen Ungeziefers und anderer Mängel dicht machen lassen. “Wir haben langsam die Faxen dick“, sagte Alexander Thal, der Sprecher des Flüchtlingsrats. “Wir sehen CSU-Sozialministerin Christine Haderthauer in der Pflicht, das Lager wieder zu schließen.“

lby

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