Studie beweist: 15- bis 34-Jährige koksen am meisten

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Gute Nachricht: Es wird weniger gekokst, als bisher angenommen.

Nürnberg - Wieviel koksen die Bayern? Eine Studie in Nürnberg gibt darüber Aufschluss. Mit überraschendem Ergebnis.

In Bayern wird weniger Kokain konsumiert als bisher vermutet. Das ergab eine Studie des Nürnberger Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung (IBMP) im Auftrag des Radiosenders “Antenne Bayern“. Das IBMP untersuchte dazu Flüsse in Bayern nach dem Kokain-Abbaustoff Benzoylecgonin, der über das Abwasser in die Flüsse gelangt. Anhand der Konzentration des Stoffes berechnen die Forscher die konsumierte Menge der Droge.

“Es gibt in Europa keine Pflanzen, die diesen Stoff bilden und das Ergebnis verfälschen könnten“, sagte IBMP-Direktor Fritz Sörgel. Den höchsten Wert stellten die Wissenschaftler in der Isar bei München fest, gefolgt vom Main (Würzburg) und der Pegnitz (Nürnberg).

Nach Berechnungen des Instituts und des Radiosenders nehmen 0,67 Prozent der bayerischen Bevölkerung im Alter zwischen 18 und 59 Jahren mindestens einmal im Jahr Kokain. In einem am Dienstag vorgestellten Bericht der EU-Drogenbeobachtungsstelle beträgt der Wert für 15- bis 64-Jährige bundesweit 0,8 Prozent. Unter jüngeren Menschen (15-34 Jahre) fällt der Wert (1,8) deutlich höher aus. Laut Sörgel liegen diesen Daten persönliche Interviews und Statistiken von Polizei und Krankenhäusern zugrunde.

dpa

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