Tiefgaragen-Mord: Revision im Februar

Erlangen/Karlsruhe - Im Januar war der Angeklagte vom Mordvorwurf freigesprochen worden, Anfang 2011 beschäftigt sich die Justiz noch einmal mit dem Tiefgaragen-Mordfall.

Der Mord an einer jungen Frau in einer Erlanger Tiefgarage wird Anfang nächsten Jahres noch einmal die Justiz beschäftigen. Der Angeklagte war zunächst vom Mordvorwurf freigesprochen worden. Nun soll am 1. Februar 2011 die von Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung beantragte Revision vor dem Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt werden, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Sie bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der “Nürnberger Zeitung“. Der Fall soll in dem eintägigen Verfahren öffentlich verhandelt werden. Ob das Urteil noch am selben Tag oder wenige Tage später verkündet werde, sei aber noch unklar, sagte die BGH-Sprecherin.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte den Angeklagten Ende Januar vom Vorwurf des Mordes freigesprochen; zu vier Jahren Haft wurde er jedoch wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in zehn Fällen verurteilt. Der Mord-Tatverdacht sei zwar hinreichend gewesen - für eine Verurteilung des Landschaftsbauers habe es jedoch an Beweisen gefehlt, hatte der Richter in seiner Urteilsbegründung erklärt.

Keine Zweifel gebe es jedoch an der Tatsache, dass der Familienvater seine Tochter mindestens vier Jahre lang immer wieder sexuell missbraucht habe. Zudem hatte er das Mädchen als Arbeitssklavin benutzt, wie das Gericht im Zuge der Ermittlungen feststellte.

dpa

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