Wintereinbruch überrascht Tiere

Was beim Vogelfüttern beachtet werden muss

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Der Wintereinbruch hat die Vögel überrascht.

Hilpoltstein - Die Wiesen verschneit, auf Büschen und Bäumen dicke Schneepolster - Zeit, um Vögel zu füttern. Dabei muss man einiges beachten, sagt der Landesbund für Vogelschutz. 

Der plötzliche Wintereinbruch hat nach Beobachtungen von Vogelschützern auch die Vogelwelt überrascht. Besonders Zugvögel, die ihre Winter zunehmend in Bayern verbringen, mache der aktuelle Kälteeinbruch zu schaffen, berichtete der Landesbund für Vogelschutz (LBV) im mittelfränkischen Hilpoltstein.

„Spätestens jetzt sollte man Meise, Spatz oder Amsel im Garten mit einer Futterstelle helfen“, rät LBV-Biologe Alf Pille. Die Vögel suchten jetzt nach einfachen Futtermöglichkeiten, um ihre Energiereserven wieder aufzustocken. Gerade kleine Vögel könnten in einer Nacht bis zu 20 Prozent ihres Körpergewichtes verlieren.

Dabei sei nicht jedes Futter für jeden Gartenvogel geeignet, gibt Pille zu bedenken. Amseln und Rotkehlchen seien Weichfutterfresser. Ihnen helfe man an frostigen und schneereichen Tagen am besten mit Äpfeln, Rosinen oder Getreideflocken. Finken wie Grünfink, Dompfaff und Zeisig mögen Erdnussbruch, Sonnenblumenkerne und energiereiche, ölhaltige Sämereien wie Hanf oder Mohn. Meisen, Spatzen und Feldsperlinge seien weniger wählerisch.

Inzwischen fielen auch große Starenschwärme über Futterstellen her, berichtet der LBV. Denn den Zugvogel, der Bayern wegen der milderen Winter immer seltener verlasse, bringe der plötzliche Wintereinbruch in eine Notlage. Stare fressen am liebsten Weichfutter und Energiekuchen. „Bietet man in seinem Garten also Weichfutter, eine Körnermischung und Fettfutter, ist die Futterstelle für fast alle Wintervögel interessant“, rät Pille.

dpa

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