Nach Anschlag: Trauerkorso für Ölspur-Opfer

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Nach einem Anschlag auf einen Motorradfahrer im Allgäu haben sich mehr als 300 Biker an einem Trauerkorso beteiligt.

Kempten - Nach einem Anschlag auf einen Motorradfahrer im Allgäu haben sich mehr als 300 Biker an einem Trauerkorso beteiligt. Im April war ein Familienvater wegen einer vorsätzlich gelegten Ölspur verunglückt und umgekommen.

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Der bislang unbekannte Täter hatte mehrere Ölflaschen auf den Straßen in der Region ausgelegt. Die Idee zu dem Trauerkorso kam von den Motorradfreunden Untermeitingen. Auf seiner Homepage hatte der Verein dazu aufgerufen, nach einer Segnung der Motorräder gemeinsam zum Unfallort bei Markt Rettenbach aufzubrechen. Per E-Mail lud der Club die Biker befreundeter Vereine ein, an der Gedächtnisfahrt teilzunehmen. Viele der 300 bis 350 Biker waren am Samstag mit Beifahrern unterwegs, sagte ein Sprecher der Polizei in Kempten am Sonntag.

So versammelten sich rund 500 Menschen am Unfallort und gedachten des getöteten 37-Jährigen. Der Mann stürzte wegen der Ölspur in einer Kurve und schlitterte in einen entgegenkommenden Wagen. Andreas Halscheidt, ein Mitglied des Untermeitinger Vereins, sagte der “Augsburger Allgemeinen“: “Der Familienvater ist einen völlig sinnlosen Tod gestorben. Das war ein feiger Ölanschlag“. In einem Helm sammelten die Biker nach der Gedenkminute Spenden für die Familie des Familienvaters. Über den Täter ist nach wie vor nichts bekannt, die Polizei ermittelt weiter.

dpa

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