Flüchtlinge besonders gefährdet

Trauriger Rekord: In Bayern gab es die meisten Badetoten

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Ein Schild mit der Aufschrift: "Baden auf eigene Gefahr!" an einem Weg in Munderkingen (Baden-Württemberg), der zur Donau führt.

München - 73 Menschen ertranken dieses Jahr schon in bayerischen Gewässern, mehr als in allen anderen Bundesländern. Warum die Zahl der Badetoten insgesamt steigt.

Bayern ist mit Stand Ende August das Bundesland mit den meisten Badetoten in diesem Jahr. 73 Todesfälle durch Ertrinken habe es bislang im Freistaat gegeben, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mit. Das sind zwar 17 weniger als im Vorjahreszeitraum, doch immer noch elf mehr als im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, wo 62 Menschen ums Leben kamen.

Bundesweit ertranken in den ersten acht Monaten des Jahres mindestens 425 Menschen in deutschen Gewässern - gut zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. „Die Ursachen für die Zunahme der Ertrinkungsfälle sind Leichtsinn, das Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft sowie insbesondere das Baden an unbewachten Badestellen“, erläuterte DLRG-Präsident Hans-Hubert Hatje.

Flüchtlinge seien weiterhin besonders gefährdet. Aber auch Kinder ertranken häufiger - laut Hatje eine Folge von ausfallendem Schwimmunterricht an den Schulen.

dpa

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