Trotz Verbot: Glühbirnen mit hoher Leistung verkauft

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Verbotene Birne: Vor einem Jahr wurden Glühlampen mit hoher Leistung verboten. Trotzdem wurden sie seitdem massenhaft verkauft.

Nürnberg - Vor einem Jahr wurden Glühlampen mit hoher Leistung verboten. Trotzdem wurden sie seitdem  massenhaft verkauft. Eine Bilanz. 

Trotz des seit einem Jahr geltenden Verbots werden in Deutschland noch immer massenhaft Glühlampen mit hoher Leistung verkauft. Im ersten Halbjahr 2010 gingen in Bau- und Verbrauchermärkten 210 000 Glühbirnen mit einer Stärke von 80 Watt oder mehr über den Ladentisch.

Die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bestätigte am Freitag einen entsprechenden Vorab-Bericht der "Welt", der sich auf Zahlen der GfK berief. Discounter und andere Vertriebswege wie das Internet sind bei diesen Zahlen nicht berücksichtigt. Die Verkaufszahlen von Glühfadenlampen sämtlicher Leistungsstufen gingen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 22,2 Prozent zurück.

Energiesparlampen legten im gleichen Zeitraum allerdings nur um 3,2 Prozent zu. Gewinner des Verbots scheinen mit einem Plus von 8,7 Prozent die Halogenlampen zu sein. Seit dem 1. September 2009 dürfen klare Glühbirnen mit 100 Watt Leistung nicht mehr in den Verkehr gebracht werden.

Seit dem 1. September dieses Jahres gilt dies auch für Birnen mit 75 Watt. Läden und Ketten dürfen aber noch ihre Bestände verkaufen. Dass auch über ein Jahr nach Inkrafttreten des Verbots noch 100-Watt-Glühbirnen in den Regalen stünden, sieht die Deutsche Umwelthilfe laut "Welt" als Beleg dafür, dass die Handelsketten zuvor Hamsterkäufe getätigt hätten.

dpa

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