Sechs Tote in NRW

Unwetter-Angst! Wie schlimm wird's in Bayern?

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Gewitterwolken, kurz bevor der Sturm über dem Ort Sörmeke bei Geseke in Nordrhein-Westfalen losbrach.

München - Die Gewitterstürme in NRW haben bisher sechs Tote gefordert. Bayern steht das Supergewitter noch bevor, warnt der Deutsche Wetterdienst. Doch man kann sich schützen.

Mehrere Tote, zerstörte Autos, umgestürzte Bäume - das Chaos nach der Gewitterfront im Westen Deutschlands ist groß. Und wegen der langen starken Hitze ist es auch in Bayern nur eine Frage der Zeit, bis sich die Gewitterwolken auftürmen.

Die Wetterwende werde vielerorts von heftigen Unwettern begleitet, warnt Volker Wünsche vom Deutschen Wetterdienst am Dienstag in München. Beim Zusammenprall der Kaltfront mit der trocken-heißen Sahara-Luft entstünden heftige Gewitter mit Starkregen, Hagelschauern und Sturmböen. Örtlich sollen Böen ein Tempo von bis zu 120 Stundenkilometern erreichen. Wo die Unwetter am heftigsten wüten wird, lasse sich nur schwer abschätzen. Ausgeschlossen seien schwere Gewitter nirgends in Bayern. Die Gefahr für schwere Unwetter nehme in Bayern in den nächsten Tagen stetig zu.

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Man dürfe derartige Unwetter nicht unterschätzen, sagt der Leiter der Klima-Abteilung vom Deutschen Wetterdienst in Bayern, Gerhard Hofmann. Gewitter brächten lebensbedrohliche Gefahren mit. "Die meisten Menschen sterben durch umgestürzte Bäume." Deshalb rät der Wetter-Fachmann, möglichst nicht draußen unterwegs zu sein. Auch der Blitzschlag sei eine reale Gefahr, warnt Hofmann: "In Deutschland haben wir mehrere Todesfälle durch Blitzschläge pro Jahr." Hohe Bäume, im Gebirge sämtliche exponierte Plätze, aber auch kleine freistehende Unterstände seien in jedem Fall zu meiden. "Alles, was kein faradayscher Käfig ist." Wer sich mit einem kleinen Fußballspiel in WM-Stimmung bringen will, sollte das keinesfalls während eines Gewitters tun. "Die trifft es oft. Auf der großen Freifläche des Platzes ist jeder Spieler ein gutes Ziel."

Hagelkörner können laut Hofmann bei schweren Unwettern vier bis fünf Zentimeter groß werden. "Da wollen Sie nicht mehr drunter stehen." Doch am gefährlichsten seien umherfliegende Gegenstände. Deshalb rät Hofmann, mal einen Blick in den Garten zu werfen, ob auch alles sturmfest ist. "Terrassenmöbel sind da ganz beliebt." Ansonsten könne man sich wenig vorbereiten. Zuhause bleiben, still halten. "Und hoffen, dass das Haus hält", sagt Hofmann mit einem Lachen.

dpa/kmm

 

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