Verwaltungsgericht Ansbach

Urteil: Kein männlicher und weiblicher Vorname für Transvestit

Ansbach - Ein Transvestit darf neben seinem männlichen Vornamen nicht auch offiziell einen weiblichen tragen. das Verwaltungsgericht Ansbach wies damit die Klage eines Nürnbergers ab.

Dies hat das Verwaltungsgericht Ansbach in einem Montag bekanntgegebenen Urteil entschieden. Die Richter wiesen damit die Klage eines Mannes aus Nürnberg ab. Er hatte 2013 beim Standesamt beantragt, dass sein Vorname durch einen weiblichen Vornamen ergänzt wird. Denn er fühle sich gleichermaßen männlich wie weiblich. Als Transvestit lebe er phasenweise als Mann und als Frau, erklärte er. Eine Geschlechtsumwandlung sei jedoch nicht beabsichtigt.

Das Standesamt verweigerte dem Mann sein Anliegen und so klagte er - vergeblich. Die deutsche Rechtsordnung gehe davon aus, dass jeder Mensch entweder männlich oder weiblich sei, urteilte das Gericht. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Namensgebungsrecht dürfe zudem kein Vorname vergeben werden, der dem Geschlecht des Namensträgers eindeutig widerspreche. Solange der Gesetzgeber nicht ausdrücklich die gleichzeitige Nutzung eines weiblichen und männlichen Vornamens erlaube, sei die beantragte Namensänderung nicht möglich.

dpa

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