Vergabe vorerst gestoppt

Urteil: Kein neuer Kanzler für Uni-Erlangen

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Das Verwaltungsgericht in Ansbach hat die Stellenbesetzung an der Uni Erlangen-Nürnberg vorerst gestoppt.

Ansbach/Erlangen - Kurz bevor der Posten des Kanzlers an der Uni-Erlangen vergeben werden konnte, stoppte das Verwaltungsgericht die Besetzung. Grund: Einige Kandidaten seien nicht berücksichtigt worden.

Die Universität Erlangen-Nürnberg darf die zum Jahresende freiwerdende Kanzler-Stelle nicht mit einer dafür ausgewählten Bewerberin besetzen. Das Verwaltungsgericht Ansbach habe das entsprechende Besetzungsverfahren für die wichtige Managementposition vorerst gestoppt, teilte ein Gerichtssprecher am Donnerstag in Ansbach mit. Das Gericht gab damit der Klage eines bei dem Auswahlverfahren nicht zum Zuge gekommenen Bewerbers statt. Die Hochschulleitung wollte sich am Donnerstag zunächst nicht zu dem Urteil äußern.

Das Gericht begründete seine Klage damit, dass die von einer Findungskommission der Uni ausgewählte Bewerberin nicht die erforderlichen fachlichen Anforderungen erfülle. Ihr fehlten sowohl Verwaltungserfahrung als auch Kenntnisse im Haushaltsrecht und im Rechnungswesen. Auch verfüge sie über keine Erfahrung in Personalführung. Diese Kenntnisse verlange jedoch das Bayerische Hochschulgesetz vom Kanzler einer Universität, gab der Kammervorsitzende zu bedenken.

Die aus der freien Wirtschaft stammende Hochschulberaterin hätte zum 1. Januar 2014 die Nachfolge von Kanzler Thomas Schöck antreten sollen; der 65 Jahre alte Diplomvolkswirt geht zum Jahresende in Ruhestand. Die Uni hatte daher bereits im Herbst 2012 die Stelle ausgeschrieben. 18 Männer und Frauen hätten sich schließlich darauf beworben. Gegen die Entscheidung, die Hochschulberaterin mit der Kanzlerstelle zu betrauen, legte ein unterlegener Bewerber zunächst bei der Uni Widerspruch ein; als dieser abgewiesen wurde, schaltete der Mann das Verwaltungsgericht ein.

dpa

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