Vater will Taufe seines Kindes annullieren

München - Er wollte die Taufe seines Kindes rückgängig machen: Ein Vater hatte deshalb gegen die katholische Kirchengemeinde geklagt. Jetzt lehnte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das Vorhaben ab.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat es abgelehnt, die Taufe eines Kindes zu annullieren. Wie die Landesanwaltschaft am Montag berichtete, wollte ein Vater die Taufe seiner Tochter rückgängig machen. Dazu hatte der Mann beim Verwaltungsgericht in Augsburg gegen die katholische Kirchengemeinde geklagt.

Hintergrund: Die geschiedene Frau des Mannes ließ die damals dreijährige Tochter im Jahr 2010 taufen, ohne den Vater zu fragen.

Die Augsburger Richter wiesen die Klage jedoch ab, und der VGH in München bestätigte die Entscheidung. Die Richter betonten, dass die Taufe als Sakrament zum Kern der innerkirchlichen Angelegenheiten zähle, die von Gerichten entweder gar nicht oder nur eingeschränkt überprüft werden könnten. 

dpa

Rubriklistenbild: © Klaus Haag

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