Vergifteter Köder tötet  Jungvogel: Auch für Kinder lebensgefährlich

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Auf der Jagd nach Greifvögeln werden die Tiere oft qualvoll vergiftet. (Symbolbild)

Veitshöchheim - Ein seltenes Greifvogelbaby aus Bayern wurde  in Spanien qualvoll getötet. Es ging skupellosen Jägern in die Falle. Der Vogel wurde vergiftet. Jetzt steht das Überleben seiner Spezies auf dem Spiel.

Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) meldet einen Verlust: In Spanien ist ein in Bayern geborener Jungvogel einer seltenen Greifvogelart vergiftet worden. Die Kornweihe sei von einer Hundestaffel in Andalusien gefunden worden, wie der LBV am Donnerstag in Veitshöchheim mitteilte. Die Hunde suchten im Rahmen eines EU-Projektes dort nach Giftködern. Der LBV setze sich schon seit Jahren zusammen mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt für den Schutz bedrohter Greifvögel ein.

Der Tod der Kornweihe in Spanien sei besonders tragisch, weil 2010 erstmals nach zehn Jahren in Bayern wieder ein Kornweihen-Paar erfolgreich gebrütet hatte - vier Jungtiere konnte der Verein damals zählen. 2011 konnten sie keine erneute Brut der Kornweihe-Paare finden. “Jeder Jungvogel zählt für das Überleben der Kornweihe in Deutschland“, sagte LBV-Artenschutzreferent Andreas von Lindeiner. Hierzulande leben nach Angaben des Vereins noch etwa 60 bis 80 dieser Vogelpaare. Der kleine Greifvogel gehöre damit zu einer der seltensten Vogelarten in Deutschland.

Eine Laboruntersuchung habe ergeben, dass das Tier mit einem Insektenvernichtungsmittel vergiftet wurde. Auch in Bayern sei die Jagd auf Greifvögel mit Giftködern noch gängige Praxis, heißt es weiter. Die Vogelschützer warnen vor der verboten und gefährlichen Methode: “Für spielende Kinder sind die Köder lebensgefährlich.“

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