Verurteilte im Bestattermord-Prozess gehen in Revision

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Die wegen Mordes angeklagten Friedrich P. (r) und Michael S. (l) im Landgericht in Nürnberg

Nürnberg - Mit dem Urteil im Bestattermord-Prozess von Ende März ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Die beiden Angeklagten hätten beim Bundesgerichtshof Revision beantragt, teilte ein Nürnberger Gerichtssprecher am Montag auf Anfrage mit. Wann über die Anträge der beiden Verteidiger entschieden wird, war noch unklar.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth sah es als erwiesen an, dass die beiden Bestatter im Jahr 2007 einen Kollegen mit einem Kantholz aus dem Sarglager erschlagen und unter falschem Namen eingeäschert hatten. Die Angeklagten waren nach einem mehrwöchigen Strafprozess zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden: Der 54 Jahre alte mutmaßliche Drahtzieher hatte wegen Mordes eine lebenslange Strafe erhalten; sein Komplize muss für 13 Jahre hinter Gitter, falls das Urteil Rechtskraft erlangt.

Einer der beiden Angeklagten hatte gestanden, das 43 Jahre alte Opfer an Ostern 2007 auf Anordnung seines Mittäters getötet zu haben. Der Drahtzieher beteuerte hingegen bis zuletzt seine Unschuld; nach seinen Angaben ist das Opfer im Ausland untergetaucht. Der 43 Jahre alte Geschäftsmann hatte dem Verurteilten 2005 sein Bestattungsinstitut verkauft, die gut 70 000 Euro dafür aber nie erhalten. Um den lästigen Gläubiger loszuwerden, schmiedete der 54- Jährige nach Überzeugung des Gerichts den Mordplan und machte seinen gleichaltrigen Mitangeklagten zum Handlanger.

dpa

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