Telefon-Terror

Vorbestrafter Mann droht Bürgermeister mit dem Tod

Deggendorf - Sein stattliches Vorstrafenregister hielt einen Metzger nicht davon ab, einen Bürgermeister am Telefon mit dem Tode zu bedrohen. Doch das Gerichtsurteil fiel milde aus.

Ein 57-jähriger Mann aus Deggendorf kann mit 17 Vorstrafen bereits eine stattliche kriminelle Karriere vorweisen. Doch auch nach seiner jüngsten Verurteilung  auf Bewährung ließ der gelernte Metzger nicht ab, wie die Deggendorfer Zeitung berichtet.

Im August 2012 soll er Erhard Radlmeier, den Bürgermeister von Metten bei Deggendorf, am Telefon terrorisiert haben. Erst habe er wüste Beschimpfungen auf den Bürgermeister losgelassen und ihn dann sogar mit dem Tode bedroht. Die Russen würden das für ihn erledigen, soll der 57-Jährige gesagt haben - und fand sich nun vor dem Amtsgericht wieder.

Weil sich der Angeklagte geständig zeigte und sich bereits in der ersten Verhandlung bei Radlmeier entschuldigte, kam er mit einer Freiheitsstrafe von zwei Monaten und zwei Wochen davon. Inzwischen ist die Strafe sogar gemildert worden: Wegen guter Führung und einer mittlerweile guten Sozialprognose wurde das Urteil im Berufungsprozess in eine Bewährungsstrafe umgewandelt. Es sei nicht üblich, einen Menschen wegen zweier beleidigender Anrufe gleich ins Gefängnis zu stecken, gab Richter Wolfgang Kerscher zur Begründung an.

Rubriklistenbild: © dpa

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