Waldbrand: Behörde löst Katastrophenalarm aus

Amorbach - Seit Tagen kämpfen Einsatzkräfte in Unterfranken gegen einen Waldbrand nahe Amorbach. Der Landkreis löste Katastrophenalarm. Am Abend waren die Glutnester gelöscht, eine Brandwache sollte die Lage über Nacht im Auge behalten.

Ein großer Waldbrand nahe dem unterfränkischen Amorbach (Landkreis Miltenberg) hat die Einsatzkräfte bis zum Mittwochabend in Atem gehalten. Das Landratsamt in Miltenberg löste wegen des seit vier Tagen lodernden Feuers Katastrophenalarm aus. Damit hatte man die Möglichkeit, weitere Helfer anzufordern, wie Sprecher Gerhard Röth erläuterte. So rückten auch etwa 100 Bundeswehr-Soldaten an, um den Brand zu bekämpfen. Erst am Abend konnte der Katastrophenfall wieder aufgehoben werden. Alle Glutnester waren gelöscht.

Auch die Bundesstraße 47 sollte noch am Abend wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Feuerwehr wollte über Nacht eine Brandwache einrichten. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr, betonte Röth. Das Feuer wütete vor allem am Waldboden, größere Bäume brannten nicht ab. Am Boden wurden durch den Wind aber immer wieder Glutnester neu entfacht, so dass das Feuer lange nicht unter Kontrolle zu bekommen war.

Der Brand war am Sonntag im Stadtwald entlang der B47 ausgebrochen. Das Feuer hatte sich auf einer Fläche mit der Größe von etwa 25 Fußballfeldern ausgebreitet. Mehr als 300 Helfer waren im Einsatz.

Zur Brandursache äußerte die Polizei am Mittwoch einen konkreten Verdacht. Es gebe Erkenntnisse, dass am Sonntagnachmittag ein größeres Fahrzeug auf der Strecke zwischen Amorbach und Boxbrunn unterwegs war. Möglicherweise sei es dabei zum Funkenflug gekommen, der das Feuer auslöste. Dazu passe, dass der Brand an mehreren Stellen gleichzeitig ausgebrochen war. Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung gebe es nicht.

dpa

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